Sie haben Probleme damit sich zu konzentrieren, insbesondere beim Lesen? Dieser Artikel gibt Hilfestellungen und Tipps rund um das Thema Konzentration beim Lesen...
Um nach Bedeutungseinheiten und insbesondere in mehreren Zeilen lesen zu können, ist es von entscheidender Bedeutung, mit „Weitwinkel" zu lesen.
George Miller hat bereits 1956 in seiner Veröffentlichung „The magical number seven" dargelegt, dass man nur 7 +/-2 Informationseinheiten auf einmal wahrnehmen kann. Das beudetet in der Praxis: Wenn Sie jemanden nach dem gestrigen Tag fragen, würde der Befragte sehr wahrscheinlich fünf bis neun einzelne Ereignisse aufzählen. Dasselbe ergibt sich, wenn Sie nach dem letzten Monat fragen. Sie würden als Antwort ebenfalls höchstens fünf bis neun Ereignisse erhalten.
Gemäß neueren wissenschaftlichen Untersuchungen sollte man eine dieser sieben Aufmerksamkeitseinheiten an einem bestimmten Punkt festmachen, um die restlichen Einheiten besser auf die eigentliche Tätigkeit ausrichten zu können. Es bleibt aber die Frage, wo sich dieser ideale Punkt beim Lesen befindet.
Ihr Epizentrum des Lesens
Es ist Ron Davis zu verdanken, dass das Wissen um diesen optimalen Aufmerksamkeitspunkt für das Lesen wiederbelebt und verbreitet wurde.
In zahlreichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass gute Leser einen steten Aufmerksamkeitspunkt an dieser Stelle haben. Schlechte Leser hingegen springen mit ihrem Aufmerksamkeitspunkt umher und richten ihn nicht an einer festen Stelle aus. Aber auch diese Erkenntnisse sind so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit: Schon die chinesische Denkkappe oder die Narrenkappe waren Hilfsmittel, um die Aufmerksamkeit auf die richtige Stelle am Hinterkopf zu richten.
Sicherlich ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Sie sich am Hinterkopf kratzen, wenn Sie über etwas nachdenken.
Durch die Konzentration auf diesen Punkt versetzen Sie sich in einen Zustand entspannter Wachheit, und Konzentration und Entspannung sind bis zu einem gewissen Grad ein und dasselbe. Dazu müssen Sie sich nur überlegen, was das Gegenteil von Konzentration ist. In diesem Zustand springen Ihre Gedanken unruhig umher. Man bereut Ereignisse aus der Vergangenheit oder sorgt sich um Zukünftiges. In der Gegenwart ist man nur selten. Dies macht auf Dauer müde und raubt Unmengen von Energie. An solchen Tagen werden Sie sich abends ziemlich erschöpft fühlen, auch wenn Sie unter Umständen nicht viel gearbeitet haben.
Konzentration dagegen bedeutet, seine Gedanken an einem Punkt festzumachen. Ihre Gedanken werden dann nicht planlos umherspringen. Dies schafft Energie aber auch Entspannung. Sie gewinnen aus einer Tätigkeit Energie, wenn Sie völlig in dieser aufgehen und wenigstens zeitweise alles um sich herum vergessen. An solchen Tagen fühlen Sie sich abends voller Energie und erholt, auch wenn Sie viel gearbeitet haben. Wenn Sie sich beim Lesen auf diesen Punkt am Hinterkopf konzentrieren, versetzen Sie sich in einen Zustand der entspannten Wachheit.
Ihr Blickfeld weitet sich und das Erfassen von Bedeutungseinheiten fällt Ihnen leichter. Ihre Augenbewegungen werden fließender. Die gesteigerte Aufnahmefähigkeit und die
verbesserte Konzentration sorgen für eine bessere Erinnerung an den Text.




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