Auswendiglernen, besseres Gedächtnis und höhere Konzentration

In der Schule, während des Studiums und auch im Beruf: das Auswendiglernen von Zusammenhängen und Sachverhalten ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Lernens. Lesen Sie hier, wie Sie sich das (Auswenig)-Lernen erleichtern.

In der Schule, während des Studiums und auch im Beruf: das Auswendiglernen von Zusammenhängen und Sachverhalten ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Lernens. Dabei kann es um Textinhalte, Daten, Fachausdrücke, Rechenschritte aber auch um Grammatikregeln gehen.

Um gute Leistungen zu bringen ist es erforderlich neben einer hohen Konzentration auch ein gutes Gedächtnis zu haben. Doch wie oft denken Sie selbst oder aber hören von Ihren Kindern: "Ich kann mir das nicht merken!" Viele haben mit dem Auswendiglernen Probleme, denn sie können sich nicht konzentrieren, und der Lernstoff wird nicht langfristig abgespeichert.


Das Auswendiglernen hat zum Ziel, sich an bestimmte Lerninhalte jederzeit erinnern zu können. Jeden Tag kommen zahlreiche Lerninhalte in Form von äußeren Reizen auf uns zu. Beim Lernen bestimmen wir durch unsere Konzentration sowie durch die Intensität und Länge unserer Aufmerksamkeit, welchen Inhalten wir uns bewusst zuwenden mit dem Ziel, diese zu lernen, dauerhaft abzuspeichern. Wir speichern dieses Wissen in den Nervenzellen unseres Gehirns. Je ausdauernder wir uns damit beschäftigen, desto mehr Nervenzellen werden gebildet und miteinander verknüpft. Wie viel ein Mensch weiß und wie intelligent ein Mensch handelt, das hängt von der Anzahl der Verknüpfungen ab.


Wird Wissen in intensiver Form abgespeichert, so ist es im Gedächtnis sehr präsent und kann auch noch nach langer Zeit abgerufen werden. Wenn man Wissen intensiv abspeichern möchte, sollte man bedenken dass etwas besonders dann gut abgespeichert werden kann, wenn man möglichst alle 5 Sinne dazu benutzt. Nähere hierzu finden Sie in dem Artikel "Lernen und Erinnern: Wie Sie den Lernstoff richtig abspeichern"

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es für das Lernen bedeutsam ist,

• wie konzentriert man lernt,

• wie interessiert man lernt,

• wie oft und wie lange (also wie intensiv> siehe auch Sinne) man sich mit dem Lerninhalt befasst.

Methoden für erfolgreiches Auswendiglernen

1. Kernaussagen / Schlüsselworte markieren: Markieren Sie Kerninformationen eines Textes (Schlüsselworte, je weniger desto besser) und wiederholen Sie diese einige Male (schriftlich und im Gespräch, wenn möglich). So speichern Sie auch schwierige Vokabeln oder komplizierte Fachausdrücke im Langzeitgedächtnis.


2. Inhalte in eigenen Worten wiedergebem: Komplizierte Zusammenhänge sollten Sie mit eigenen Worten wiedergeben. So können Sie überprüfen, ob Sie die Inhalte tatsächlich auch verstanden haben. Denn die Inhalte auswendig zu wissen ist das eine, sie auch verstanden zu haben das andere.

3. Pausen und Wiederholungen: Wiederholungen sind sehr wichtig, besonders beim Auswendiglernen. Zwischen den einzelnen Wiederholungsphasen braucht das Gehirn Zeit, um sich zu entspannen. Aber vor allem, um das bereits Gelernte zu verankern, abzuspeichern. Denn das eigentliche Lernen findet in den Pausen statt (siehe hierzu Artikel "Pausen beim Lernen: tatsächlich so wichtig oder doch nur störend?"). Frische Luft und Bewegung sind hilfreich. Aber natürlich hat auch der Zeitpunkt des Lernens großen Einfluss auf die Speicherung des Lernstoffes. Wenn Sie kurz vor dem Schlafengehen noch einmal die wichtigsten Punkte des Lernstoffes durchgehen, arbeitet Ihr Gehirn über Nacht daran, diese Informationen zu erinnern und zu verankern. Denn was in den Pausen im Kleinen passiert, passiert in der Nacht im Großen. Lesen Sie in diesem Artikel mehr über die Wichtigkeit von Pausen und wie Sie diese am besten einplanen und gestalten: "Lernen durch Wiederholen? Ein effektives Wiederholungsmanagement"


4. "Spickzettel": Besonders schwer zu lernende Inhalte bekommen einen Sonderstatus. Dabei ist es von Kind zu Kind unterschiedlich, was als schwer empfunden wird. Der eine Schreiben Sie sich einen Spickzettel mit den Lerninhalten, die Ihnen immer noch entfallen. Diesen können Sie dann z.B. an eine Zimmertür kleben und immer wieder lesen, wenn Sie durch die Tür gehen. Oder aber an den Kühlschrank, den Spiegel oder TV. Lesen Sie die Inhalte laut vor, wenn Sie an diesen vorbei gehen.

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