Wie wichtig ist die Ernährung fürs Lernen? Wie wichtig ist die Ernährung für unser Gehirn? Wie wichtig ist die Ernährung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden? Alles frei Fragen können mit einer Antwort beantwortet werden: von entscheidender Wichtigkeit und Bedeutung. Lesen Sie hier, warum manche Nahrungsmittel des Verfall unseres Gehirns und somit unseres Gedächtnisses begünstigen.
Können wir uns dumm essen?
"Die Kapazität des menschlichen Gehirns nimmt nicht mehr länger zu, sondern tatsächlich ab." stellt Professor Michael Crawford, Direktor des Instituts für Gehirnchemie und Menschliche Ernährung an der Universität von Nord-London fest.
Überall wird eine mentale Unterentwicklung gemessen: Indien, Russland, Polen, Tschechien. In einigen Regionen Brasiliens ist in den letzten dreißig Jahren sogar das Schrumpfen der durchschnittlichen Gehirngröße zu beobachten gewesen. Aber auch in den industrialisierten Ländern geht die Geistesleistung messbar zurück. Der Sachbuchautor und ehemalige Spiegel-Journalist Hans-Ulrich Grimm äußert sich zu dieser Tatsache: "Die Qualität unserer industriell hergestellten Nahrung sinkt, zugleich schaden Zusatzstoffe und hirngängige Chemikalien unserem Denkorgan." Diesem Thema widmet der Autor sich in seinem Buch „Die Ernährungslüge".
"Das Essen ist von so alltäglicher Natur, dass seine zentrale Bedeutung bisher übersehen worden ist", so der Gehirnspezialisten Crawford. Da fragt sich ein kritischer Autor wie Grimm zu Recht "Mampft sich der Mensch zurück in die Steinzeit?"
Die Wissenschaft hat mehrfach belegt, dass gerade das Gehirn besonders sensibel auf Stoffe aus der Nahrung reagiert. So sind z.B. Omega-3-Fettsäuren lebensnotwenig für das Gehirn. Doch das hört die Lebensmittelindustrie nicht so gerne, denn solche Stoffe sind nicht so haltbar. Nimmt ein Mensche jedoch zu wenig Omega-3-Fettsäuren zu sich, nimmt die Kapazität des Gehirns ab.
In seinem Buch „Die Ernährungslüge" schreibt Grimm, dass die in großen Mengen eingesetzten Zusatzstoffe weitreichende Auswirkungen haben. Ein Beispiel sei an dieser Stelle angeführt: Die Zitronensäure, die in zahlreichen Lebensmitteln und auch Süßigkeiten enthalten ist ( Fanta, Gummibärchen...) kann die Aufnahme von Aluminium im Gehirn fördern, und somit das Alzheimer-Risiko erhöhen.
Besonders problematisch soll der bekannte Geschmacksverstärker Glutamat sein. Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, Glutamat sei in Überdosis ein Nervengift. Glutamat führe zur Zerstörung von Nervenzellen und könne daher bei Alzheimer, Parkinson und der multiplen Sklerose eine unheilvolle Rolle spielen. 1,5 Tonnen werden alljährlich davon weltweit abgesetzt. Der mit Glutamat chemisch verwandte Süßstoff Aspartam (z.B. in Coca-Cola Light) wirke in großen Mengen auf ähnliche schädliche Weise.
Auch sind sich Wissenschaftler darüber einig, dass die gewaltigen Veränderungen in unserer Ernährung zu den steigenden Raten psychiatrischer Erkrankungen in der westlichen Welt geführt hat.
"Bei den vielen Chemikalien, die der industriell produzierten Nahrung zugesetzt werden, genügen winzige Mengen, um die Hirntätigkeit zu beeinflussen", so Grimm: " Als Beispiel wird LSD angeführt. Da genügen acht bis zehn Moleküle, und das Hirn spielt verrückt." "Schön wäre es, wenn 5-Minuten-Terrinen glücklich machen würden und Packerlsuppen klug. Noch sieht es allerdings eher so aus, als ob die Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie den Menschen - bei wachsender Beliebtheit - zunehmend auf den Geist gehen."



