Das Thema Lerntypen haben wir bereits in verschiedenen Artikeln thematisiert. In diesem Artikel nehmen wir nun Bezug auf die, dem Lerntyp entsprechend abgespeicherten Informationen. Denn diese können durch die Stellung der Augen aktiviert werden. Erfahren Sie in diesem Lerntipps-Artikel mehr darüber, wie Sie das Gelernte in den Prüfungen garantiert parat haben.
Wie im Artikel über die verschiedenen Lerntypen bereits angesprochen, können die unterschiedlichen Bereiche im Gehirn (da, wo die Informationen dem Sinn / Lernkanal entsprechend abgelegt wurden),durch die Stellung der Augen aktiviert werden. Diese Erkenntnisse stammen aus einer groß angelegten Befragung in den 70er Jahren.
Hat man z.B. Personen gefragt, wie ihr Sofa aussehe, haben fast alle kurz nach links oben geschaut, da man mit dieser Augenstellung den besten Zugang zu gespeicherten Bildern und damit zu visuellen Informationen hat.
Hat man dagegen gefragt, wie dieses Sofa in mintgrün und mit rosa Punkten aussähe, wurde fast ausschließlich nach rechts oben geschaut. Damit werden die Gehirnregionen aktiviert, die gespeicherte Bilder kreativ verändern.
Bei der Aufforderung, sich an die Stimme eines Freundes zu erinnern, ging der Blick nach links in die Höhe der Ohren zur Seite. In dieser Stellung lassen sich gespeicherte auditive Informationen leichter wieder abrufen.
Bei der Aufforderung, sich diesen Freund mit einer Mickey-Mouse-Stimme vorzustellen, ging der Blick nach rechts zur Seite. In dieser Blickrichtung fällt es leicht, auditive Erinnerungen kreativ zu verändern.
Bei einem inneren Dialog oder einem Telefongespräch wandert der Blick dagegen nach links unten.
Fragten man die Testpersonen nach Gefühlen, ging der Blick nach rechts unten. In dieser Position hat man den besten Zugang zum kinästhetischen Kanal.
Vielleicht ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie dazu neigen den Kopf zu senken, wenn Sie beim Lernen in negativen Gefühlen festhängen oder über Probleme grübeln. Denn dann fällt uns das noch leichter. Daher scheint auch das Sprichwort „Lass den Kopf nicht hängen" zu kommen. Ein Blick nach oben, kombiniert mit einem positiven inneren Bild, könnten diesen Kreislauf schnell durchbrechen.
Die Informationen zu den Blickrichtungen können beim Abrufen der Informationen (4. Stufe des Lernzyklus nach Grüning) behilflich sein. Wenn Sie sich an eine Mind Map erinnern möchten, so können Sie diese vor dem inneren Auge entstehen lassen, so hilft Ihnen ein Blick nach links oben. Gerade bei Legasthenikern kann man auf diese Weise enorme Verbesserungen feststellen.




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