Ihr Wissensnetz verstehen um effektiv und effizient zu lernen

Das Wissensnetz wurde bereits in einigen Artikeln angesprochen. Gerne möchten wir Ihnen an dieser Stelle etwas mehr über das menschliche Wissensnetz berichten.

Das Wissensnetz


Eine gute Metapher für das Vorwissen eines Menschen ist ein Spinnennetz.


Dieses ist an manchen Stellen sehr fein gesponnen. Das sind die Bereiche, zu denen Sie bereits viel Wissen besitzen, Sie verfügen in diesen Bereichen über detaillierte Kenntnisse. Dies kann zum Beispiel Ihr Beruf oder aber Ihr Hobby sein. Hier wird es Ihnen leicht fallen neues Wissen aufzunehmen, da bereits viele Fäden vorhanden sind, an die man anknüpfen kann. In anderen Bereichen werden Sie lediglich grobe Fäden vorfinden, da Sie sich für diese Bereiche nicht besonders interessieren Ein neuer Faden kann immernur an einen bereits vorhandenen Faden anknüpfen.

Im luftleeren Raum würde ein Faden nicht halten und durch das Netz fallen. Daher fällt es Ihnen leichter, Wissensfäden zu Bereichen zu erstellen, zu denen Sie bereits viele Fäden besitzen. In den anderen Gebieten müssen Sie dagegen erst langsam weitere grundlegende Fäden erstellen.

Sie verfügen über ca. 100 Milliarden Neuronen (Gehirnzellen) in Ihrem Kopf. Die Anzahl dieser Neuronen ist jedoch nicht entscheidend für Ihr Wissen oder Ihre Verhaltensweisen.

Es kommt auf die Anzahl der Verknüpfungen zwischen diesen Neuronen an. Diese entsprechen den Fäden des Wissensnetzes. Es wird immer der Organismus in einem bestimmten Bereich am intelligentesten reagieren, der zu diesem Gebiet die meisten
Verknüpfungen gebildet hat. Je mehr Verknüpfungen, desto mehr Reaktionsmöglichkeiten.

Der erste Grundsatz beim Lernen lautet „ Wann immer ich mir etwas merken möchte, muss ich es mit etwas verknüpfen, das ich bereits weiß." Andernfalls werden die Informationen einfach durchrauschen und die Zeit des Lernens war vergebens. Dies ist ein lernbiologisches Naturgesetz.

Beachten Sie diesen Grundsatz beim Lernen für Prüfungen aber vor allem auch beim alltäglichen Lernen. So vermeiden Sie, dass Sie zu viele der gelernten Informationen wieder vergessen. Dieser Grundsatz belegt auch, dass Sie kein schlechtes Gedächtnis haben sondern entsprechend nicht richtig abgespeichert haben.

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