Wie Sie den Lernstoff zu lernen und abspeichern, dass Sie sich in der Prüfung dann auch tatsächlich an das Gelernte erinnern können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Die Akademie Grüning lehrt das effektive Lernen anhand des „Lernzyklus nach Grüning". Dieser teilt das Lernen in die folgenden Bereiche und Stufen ein:
1. Stufe: Sichten, Speed Reading
2. Stufe: Aufbereiten, Mind Mapping
3. Stufe: Abspeichern, Lernbiologie und Gedächtnistechniken
4. Stufe: Abrufen der Informationen

Umgeben werden diese 4 Schritte von den Faktoren
- Konzentration
- Motivation
- Stressmanagement
Und die Basis allen effektiven Lernens ist das Zeitmanagement.
In diesem Artikel möchten wir uns näher mit dem Abspeichern der Informationen, also der 3. Stufe des Lernzyklus nach Grüning beschäftigen. Nachdem Sie die zu lernenden Informationen (aus Bücher, Skripten, etc.) mit Hilfe des Mind Mapping gehirngerecht aufbereitet haben, müssen diese nun abgespeichert werden.
Verständnis
Das Verständnis ist die Grundlage für die 3. Stufe des Lernzyklus. Wenn Sie etwas nicht richtig verstanden haben, werden Sie es auch nicht richtig abspeichern können. Um verstehen zu können, müssen Sie Struktur in die zu lernenden Informationen bringen. Deshalb vermitteln wir in unseren Seminaren und Büchern „Garantiert erfolgreich lernen - Wie Sie Ihre Lese- und Lernfähigkeit steigern" und „Visual Reading - Garantiert schneller lesen und mehr verstehen" sowie in diesem Online-Blog zu Lerntipps die Technik des Speed Reading / Visual Reading sowie die Technik des Mind Mapping / Visual Cards. Sofern Sie diese Schritte beim Lernen berücksichtigen, haben Sie an dieser Stelle bereits das bestmögliche Verständnis.
Assoziation
Den ersten der beiden wichtigen Grudsätze für das Abspeichern neuer Informationen haben Sie in diesem Lerntipps Blog bereits kennengelernt. Der erste lautet „Wann immer Sie sich etwas merken möchten, mssen Sie es mit etwas verknüpfen, das Sie bereits wissen." Ansonsten werden die Informationen einfach durchrauschen> siehe Wissensnetz.
Synästhesie
Wie können Sie Informationen überhaupt abspeichern? Welche Wege gibt es? Dafür gibt es genau 5 Möglichkeiten - Ihre 5 Sinne oder auch die 5 Lernkanäle.
Mit dem visuellen Lernkanal (sehen) können Sie Bilder aufnehmen und erzeugen. Über den auditiven Lernkanal (hören) können Sie den Inhalt eines Vortrags aufnehmen, Ihnen selbst den Lernstoff vorsagen oder den Bildern Geräusche hinzufügen. Über den kinästhetischen Lernkanal (fühlen) können Sie Gefühle, Bewegungen und Berührungen wahrnehmen. Diesen Lernkanal setzen wir Menschen auch ein, wenn wir Modelle bauen oder etwas selbst ausprobieren. Zu guter Letzt wäre noch der olfaktorische Lernkanal für Gerüche oder der gustatorische Lernkanal für Geschmäcker zu nennen.
Der zweite wichtige Grundsatz für das erfolgreiche Abspeichern lautet „Wann immer Sie sich etwas merken möchten, sollten Sie möglichst alle fünf Sinne einsetzen" - eben das ist mit dem Begriff Synästhesie gemeint: die Kombination und das Verschmelzen der Sinne.
Die einschlägige Literatur besagt, dass wir uns
- 10% von dem merken, was wir lesen,
- 20% von dem was wir hören,
- 30% von dem was wir sehen,
- 50% von dem was wir hören & sehen,
- 70% wenn wir es anderen erklären und
- 90% wenn wir es anwenden.
Auch wenn die genauen Prozentzahlen relativ unwichtig sind, so stimmt das dahinter stehende Prinzip. Man behält umso mehr, je mehr Sinneskanäle man kombiniert. Ein Grund dafür ist, dass visuelle Wahrnehmungen im Gehirn an einer anderen Stelle gespeichert werden als auditive, kinästhetische an wieder anderer Stelle. Ebenso verhält es sich mit olfaktorischen und gustatorischen Reizen. Wenn Informationen also mit mehreren Sinnen abgespeichert werden, werden Sie gleichzeitig an mehreren Stellen im Gehirn gespeichert und das Abrufen der Informationen (also das Erinnern) fällt leichter. Wie Sie diese unterschiedlichen Bereiche im Gehirn aktiviert werden können, erfahren Sie in dem Artikel "Helfen Sie Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge"



