Lernen und Uni: der richtige Lernstil

Wie lerne ich für die Uni? Mit Beginn des Studiums stellen die meisten fest, dass es sich um ein völlig anderes Lernen handelt, als zuvor in der Schule. Warum das so ist, und wie Sie sich für Klausuren und Prüfungen an der Universität vorbereiten, lesen Sie hier.

Das Lernen an der Universität


In der Schule übernehmen die Lehrer weitgehend die Steuerung über die Lernaktivitäten. In der Universität, wo dieser relativ kleine, geschützte und überschaubare Rahmen einer Lerngruppe jedoch nicht mehr gegeben ist, sind Studierende in sehr großem Maß auf sich gestellt: selbständiges und systematisches Lernen ist eine grundlegende Anforderung des Studiums.


Angefangen bei der Auswahl einzelner Lehrveranstaltungen, der Entwicklung wissenschaftlicher Arbeitstechniken, der Bestimmung des zu bearbeitenden Lernstoffes sowie der Organisation des Lernens.

Wichtig ist es, eine gute Balance zwischen Struktur (Studien- und Semesterplanung, Wochen- und Tagesablauf) und Freiraum (spontanen Aktivitäten, z.B. Pausen, Leute treffen, Ausgehen etc.) zu finden. Doch das muss zunächst erlernt werden. Auch muss man es immer wieder aufs Neue erproben und vor allem auf die jeweilige Situation abstimmen. Prüfungsvorbereitungszeiten erfordern z.B. mehr Struktur, während es in der vorlesungsfreien Zeit auch wichtig ist, einmal unbeschwert und frei sein können.


Es geht also darum, den eigenen Arbeits- und Lernstil zu finden
. Berücksichtigen muss man dabei, dass die Bedingungen der "Massenuniversität" dies nicht immer erleichtern: zum Teil übervolle Hörsäle, begrenzte persönliche Anleitung, wenig Rückmeldung über Lernfortschritte, Distanz zu den Lehrenden können das Studieren zu einer schwierigen Aufgabe machen und bewirken, dass man sich im Studium leicht verliert - zumindest zu Beginn.


Unter diesen Schwierigkeiten leiden jedoch (gerade zu Beginn) viele Studenten. Es handelt sich also nicht um ein individuelles Problem. Außerdem lässt sich auch etwas dagegen tun.

Die hier folgende Checkliste soll erste Anregungen geben, den eigenen Lernstil zu reflektieren und vor allem weiter zu entwickeln.

- Aktivierungsniveau: Ist Ihr Aktivierungsniveau (müde, aufgeregt, angeregt, entspannt) dem jeweiligen Lernstoff angepasst? Kennen und nutzen Sie die Möglichkeiten der Kurzentspannung?


- Arbeitsplan: Haben Sie einen Arbeitsplan erstellt und somit einen Überblick über Ihre kurzfristigen und Ihre langfristigen Ziele? Haben Sie auch Freiraum eingeplant?


- Arbeitsplatz: Welcher Arbeitsplatz ist geeignet für Sie? Brauche Sie Abwechslung, z.B. zu Hause, im Freien, Bibliothek, im Café? Fördert Ihr Arbeitsplatz Ihr Lernen?


- Bewegung: Sind Sie genug in Bewegung um einen Ausgleich zu schaffen und zugleich für Entspannung zu sorgen? Behalten Sie das auch in Stresssituationen bei?


- Ernährung: Welche Lebensmittel tun Ihnen gut? Essen Sie gesund und ausgewogen?


- Freizeit: bedenken Sie genügend Freizeit und Erholungsphasen einzubauen? Erlauben Sie sich innerhalb dieser auch tatsächlich abzuschalten?


- Gruppenarbeiten: Bringt eine Arbeitsgruppe Ihnen Vorteile? Würden Sie es mögen sich gemeinsam mit anderen Studenten etwas zu erarbeiten, anderen etwas zu erklären und mit anderen zu diskutieren.


- Konzentration: Können Sie Ihr Lernvermögen realistisch einschätzen?


- Lerntyp / Lernkanal: Achten Sie darauf möglichst viele Sinne einzubeziehen?

- Lernziel: Wissen Sie um die Bedeutung des Lernstoffes?



- Lesetechniken:
Wenden Sie spezielle Lesetechniken an um effektiver zu lernen?



- Pausen:
Planen Sie genügend große und auch kleine Pausen ein?



- Wiederholung:
Wiederholen Sie den Lernstoff kontinuierlich?


- Wissenschaftliches Arbeiten: Haben Sie sich die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens angeeignet?


- Wochenplanung: Haben Sie neben Ihren to-do´s auch Alltägliches (einkaufen, Arztbesuch, putzen...) eingeplant und vor allem auch die Freizeit nicht vergessen?


-Was Ihnen auch immer helfen kann: Beschäftigen Sie sich mit effektiven Lerntechniken. Hierzu gibt es viel Literatur und auch zahlreiche Seminare. Wichtig ist, unserer Meinung nach, dass man sich nicht auf einen Bereich fokussiert (z.B. Speed Reading oder Zeitmanagement) sondern das Lernen als ganzheitlichen Prozess sieht und der verschiedenen Stufen entsprechend verschiedene Techniken kennt. In unserem Seminar und auch Buch „Garantiert erfolgreich lernen" gehen wir so vor: Eine kostenlose Leseprobe von "Garantiert erfolgreich lernen"

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