Motivation und Lernen: Wie motiviere ich mich zum Lernen?

Eines der größten, auf das Lernen bezogene Problem ist die fehlende Motivation: man hat einfach keine Lust zu lernen, man kann sich nicht aufraffen zu lernen, lernen ist ermüdend und überhaupt: wofür lerne ich? Diese Gedanken und Erfahrungen sind uns allen sicherlich bekannt. Doch es gibt Mittel und Wege um sich zum Lernen zu motivieren. Vielleicht motiviert Sie dieser Artikel etwas für Ihre Lernmotivation zu tun.

Motivation

Hinter jedem Lernziel, sowie hinter jedem Ziel steht immer ein Grund, dieses Ziel erreichen zu wollen. Beim Lernen könnte das eine gute Note, ein entsprechender Abschluss oder die Versetzung sein. Das entsprechende Motiv dient als Grundlage für die Motivation. Aus diesem Motiv erwächst die eigentliche Motivation: der Antrieb das Ziel zu erreichen.

Wesentliche Motive im Lernumfeld sind Interesse, Neugierde und Belohnung; aber auch Gruppendruck. Wobei Neugierde und Interesse vom Lernenden selbst erzeugt werden - man spricht von intrinsischer Motivation.



1. Den Sinn der zu lernenden Informationen erkennen

Belohnungen und Gruppendruck hingegen bedeuten, dass die Motivation von außen erzeugt wird - hierbei handelt es sich um extrinsische Motivation.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die intrinsische Motivation tragfähiger und vor allem dauerhafter ist als die extrinsische Motivation. Möchte man also dauerhaft motiviert sein muss man versuchen, sich selbst, also von innen heraus, so effektiv wie möglich zu motivieren. Doch genau hier liegt die Schwierigkeit: Wie motiviere ich mich für das Lernen? Die erste Voraussetzung ist, dass man einen Sinn in seinem Tun erkennt. Das könnte, auf das Lernen für die Schule oder das Studium bezogen, beispielsweise der Zusammenhang zum Wunschberuf sein.


2. Klare Ziele formulieren und im Auge behalten

Oftmals wir einem der Sinn erst in Verbindung mit der Zielsetzung deutlich. Das heißt man muss, um sich den Sinn wirklich klar machen zu können, das Ziel klar formulieren und dieses immer als Hintergrund des Lernprozesses sehen.


3. Hauptziel in kleine konkrete Zwischenziele einteilen

Jedoch werden auch die Zielklarheit und das Erkennen des Sinnes allein nicht als Dauermotivator ausreichen. Deshalb ist es ratsam, das Gesamtziel in kleinere, erreichbare Etappenziele einzuteilen. Denn das Erreichen der Teilziele bringt mehrere kleine Erfolgserlebnisse und dieser erlebte Erfolg verstärkt die Motivation.


4. Möglichst viele, verschieden Motive zur Motivation einsetzen

Zu Beginn des Artikels wurde bereits erwähnt, dass es mehrere Arten von Motiven gibt, um die Motivation zu steigern. Desto mehr man diese Motive für die Zielerreichung nutzt, desto stärker wird letztendlich die eigene Motivation. Mögliche Motive: Interesse am Thema, Wissensdrang, Wettkampfgeist, etc.


5. Auch extrinsische Anreize zur Motivationssteigerung nutzen!

Die intrinsischen Motivationsformen sind für den Lernerfolg am wichtigsten. Aber natürlich sollte man auch extrinsische Anreize setzen, um sich optimal motivieren zu können. So könnten Sie sich z.B. belohnen, wenn Sie ein Teilziel (z.B. Beendigung eines Kapitels im Lehrbuch) erreicht haben. Wie Sie sich belohnen und somit motivieren können, wissen Sie selbst am besten. Vielleicht mit einem Kinobesuch? Wenn Sie ein größeres (Teil)-Ziel erreicht haben (z.B. Bestehen einer Abschlussprüfung / eines Examens) vielleicht mit einer Reise. Denken Sie daran: Nichts ist motivierender als Erfolg.


Sicherlich ist das schwierigste an der Lernmotivation das Vermeiden von Motivationsstörungen. Nur wenige besitzen die Disziplin sich dem Lernstoff zu widmen statt ablenkenden Telefongespräche oder Hausarbeiten nachzugehen. Hier ist es erforderlich nach und nach eine gewisse Disziplin aufzubauen.


Aber natürlich kann man der Problematik auch entgegenwirken, indem man solche Tätigkeiten vor dem Lernen erledigt. Auch auf emotionaler Basis gibt es Motivationsstörungen. Wenn Sie sich über etwas ärgern, haben Sie keine Ruhe um sich aufs Lernen zu konzentrieren. Man sollte also vorher damit abschließen und entsprechend frei ans Lernen gehen. Hier können Entspannungstechniken von sehr großem Vorteil sein (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Atemtechniken...).

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