Ein sinnvoll, ergonomisch und nach den persönlichen Bedürfnissen eingerichteter Arbeitsplatz ist für ein effektives Studieren nahezu unerlässlich. Neben der Ausstattung des Arbeitsplatzes ist aber auch der Ort an dem man lernt enorm wichtig.
Ein sinnvoll, ergonomisch und nach den persönlichen Bedürfnissen eingerichteter Arbeitsplatz ist für ein effektives Studieren nahezu unerlässlich. Neben der Ausstattung des Arbeitsplatzes ist aber auch der Ort an dem man lernt enorm wichtig.
Hat man die Möglichkeit, so wäre es ratsam zum Lernen einen Platz zu wählen, an dem man ausschließlich dieser Tätigkeit nachgeht. An diesem Ort sollte man idealerweise keinen anderen Tätigkeiten nachgehen: z.B. Zeitungen oder Bücher zum Vergnügen lesen. Denn so wird sich der Ort immer mehr mit Ihrer Studien- und Lerntätigkeit verknüpfen, so dass es immer leichter fallen wird, mit dem Lernen zu beginnen und nicht noch kurz die Nachrichten zu lesen oder eine email zu schreiben. Was das Lernen zusätzlich erleichtern kann ist, wenn der Arbeits- und Entspannungsplatz voneinander getrennt sind.
Was sollte ich auf jeden Fall von meinem Arbeitsplatz entfernen?
Alles, was Sie ablenkt und Ihre Konzentration stört sollte von Ihrem Arbeitsplatz, also Ihrem Lernplatz, verschwinden. Das könnten z.B. Zeitschriften, Briefe oder Fotos sein.
Was sollte ich auf jeden Fall an meinem Arbeitsplatz haben?
Alle für Ihr Lernen wichtigen Arbeits- und Hilfsmittel sollten in unmittelbarer Nähe sein um unnötiges Aufstehen und Suchen zu vermeiden. Denn oftmals sind es genau diese „Sucharbeiten", die uns davon abhalten zu lernen bzw. dann auch gerne als Ausrede genutzt werden.
Hier eine kleine Auswahl von Dingen die erfahrungsgemäß am Arbeitsplatz sein sollten:
- Nachschlagewerke (Fremdwörterlexikon, Duden, Fachlexika, Wörterbücher, Gesetze...)
- Studienplaner und Terminkalender
- Papier: Notizpapier, Karteikarten, Collegeblock
- PC mit Drucker und Ersatz-Toner
- Schreibutensilien: Bleistifte, Buntstifte oder Filzstifte, Textmarker, Kugelschreiber, Ersatzminen, Radiergummi, Bleistiftspitzer, Tipp-Ex
- weitere Hilfsmittel: Lineal, Schere, Büroklammern, Locher, , Hefter und Heftklammern, Klebestifte, Tesafilm
- Ordnungshalter: Ablagen, Ordner, Heftstreifen, Plastikhefter, Klarsichthüllen, Postit-Zettel Pinnwand, großer Papierkorb
Der richtige Schreibtisch und der richtige Schreibtischstuhl
Der Schreibtisch sollte selbstverständlich über ausreichend Platz zum Schreiben und Ausbreiten der Unterlagen verfügen. Die Größe der Arbeitsfläche sollte dabei mindestens 100 x 60 cm einnehmen. Die Höhe sollte für Frauen zwischen 70 und 74 cm und für Männer zwischen 74 und 78 cm betragen. Ein höhenverstellbarer Tisch der gleichzeitig eine geringe Neigung der Oberfläche ermöglicht ist ideal.
Um eine schlechte Sitzhaltung zu verhindern sollten vor allem kleine Personen eine Fußstütze unter dem Schreibtisch haben. Der Durchmesser von 70x70cm ist ideal.
Bei einem normalen, herkömmlichen Stuhl sackt der Körper irgendwann zusammen, denn der Rücken wird rund, die Schultern fallen nach vorn, Bauch und Lunge werden zusammengepresst. Dadurch gibt der Sitzende nicht nur seine äußere, sondern auch seine innere Haltung auf. Denn der Sitzende atmet er weniger tief und somit gelangt weniger Sauerstoff in sein Blut. Das wiederrum wirkt sich auch auf die Gehirndurchblutung aus und die Aufmerksamkeit lässt nach, die Gedanken schweifen ab.
Wenn Kinder mit dem Stuhl wippen oder auf dem Stuhl hin- und her rutschen heißt das nichts anderes, als dass sie genau das unbewusst kompensieren. Dieses dynamische Sitzen (oder von Beobachtern als unruhiges Sitzen bezeichnet) löst Muskelkontraktionen aus, die die Durchblutung fördern, wodurch mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt. Das Kind wird wieder wacher und die Konzentration steigt wieder. Auch Erwachsene bewegen sich aus ähnlichen Gründen oft ebenfalls unbewusst hin und her wenn sie stehen. Es ist daher ratsam, einen bequemen höhenverstellbaren Drehstuhl zu verwenden, der "dynamisches" Sitzen ermöglicht.
Aus orthopädischer und physiologischer Sicht ist es von Vorteil, wenn man beliebig oft zwischen sitzender und stehender Arbeitshaltung wechselt. Da im Sitzen und Stehen unterschiedliche Muskeln beansprucht werden, beugt man so Ermüdungs-erscheinungen vor.
Wenn man den Arbeitsplatz optimal gestalten will, sollte man für gute Beleuchtung sorgen. Schlechtes Licht erschwert die Konzentration, führt zu schnellerer Ermüdung und schmerzenden Augen.
Eine ausreichende Beleuchtung ist für einen Arbeitsplatz unabdingbar
Es muss genügend Licht vorhanden sein. Möglicherweise auch mehrere Lichtquellen. Scharfe Kontraste (also große Helligkeitsunterschiede) sollten vermieden werden.
Das Licht sollte „gut verteilt" sein. Das heißt, dass man selbst und andere Dinge keine störenden Schatten werfen sollten. Der Raum sollte insgesamt beleuchtet sein. Nicht nur der Arbeitsplatz.




@Nadine_Gruening auf Twitter