Die Hirnforschung bringt hervor, dass es eine Verknüpfung von Lernen und Gefühlen gibt. Ein starkes Gefühl, dass das Lernen besonders beeinflusst und behindert, ist das Gefühl der Angst.
Die Hirnforschung bringt hervor, dass es eine Verknüpfung von Lernen und Gefühlen gibt. Ein starkes Gefühl, dass das Lernen besonders beeinflusst und behindert, ist das Gefühl der Angst.
Leistungsdruck scheint nahezu eine Krankheit unserer Gesellschaft geworden zu sein. Zwar erzeugt Leistungsdruck manchmal relevante Ergebnisse. Die langfristigen Konsequenzen aber können fatal sein. Wenn beim Lernen die negativen Emotionen überwiegen, geht der Spaß am Erkenntniserwerb und die damit verbunden Anstrengung verloren.
Vielleicht ein Beispiel, das Ihnen bekannt vorkommen könnte: Wenn Sie Pauken von Vokabeln und Büffeln von Grammatik mit Hilflosigkeit in Prüfungssituationen verbinden, werden Sie auch als erwachsener Mensch keine Freude daran haben, weitere Fremdsprachen zu lernen. Kinder und Jugendliche suchen ihr Glück und ihre Motivation in der Schule vor allem in Beziehungen und der Kommunikation.
Was ist Lernen überhaupt?
Versteht man unter Lernen lediglich das Speichern von Wissen? Oder ist auch das Erkennen, Erleben und Tun lernen? Fest steht, dass wir von dem, was wir lesen, nur 10% behalten. Aber 90% von dem, was wir tun.
Kinder möchten von sich aus lernen. Völlig freiwillig und am liebsten rund um die Uhr. Denn eigentlich ist Lernen ist ein selbsttätiger, automatischer und lustvoller Prozess.
Kinder sind, bevor sie in die Schule gehen, nahezu gierig nach Lernen. Aber auch danach zu zeigen, was sie können. Und so würde es weiter gehen, würde man ein Kind einfach Kind sein lassen und nicht in irgendwelche Formen pressen. Denn wenn Kinder in die Schule kommen, verlieren sie nach und nach die Lust und Freude am Lernen, da sie nicht mehr auf die natürliche Art und Weise lernen. Lernen wird von nun an als schwer empfunden: Man muss etwas leisten. Man muss es zu etwas bringen...
Wie Sie im oberen Abschnitt bereits gelesen haben, hat lernen vor allem auch mit Beziehungen zu tun. In der Schule bedeutet das Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern - in erster Linie. Die Kommunikationspsychologie bringt hervor, dass der Beziehungsaspekt der Sachebene immer übergeordnet ist. Gelingt es nicht sich annehmend und positiv aufeinander zu beziehen, so ist es nahezu unmöglich etwas sachlich zu transportieren.
Lernen ist emotional beeinflusst. Der Lernende muss wenigstens ansatzweise wissen, wofür er etwas lernt. Denn ein einfaches Speichern von Wissen ist sinnlos und wir schnell wieder vergessen. Erwachsenen handeln so gut wie nie ohne ein Motiv und vermeiden weitestgehend Tätigkeiten, die sinnlos erscheinen. Erwachsene tun selten etwas ohne Motivation, also ohne Beweggrund oder Antrieb. Eltern sollten Ihren Kindern die Möglichkeit geben, selbstverantwortlich zu handeln. Oftmals werden Kinder in die Überlegungen und Entscheidungen bezüglich ihrer eigenen Schullaufbahn gar nicht einbezogen. Dabei sind es die Kinder, die dort Jahre verbringen.



