Wie im Artikel "Wie wichtig ist Schlaf für das Lernen" bereits zu lesen war, ist der Schlaf für unsere geistige Fitness von unglaublicher Wichtigkeit. Aber Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Lesen Sie hier mehr.
Schlaf ist für unsere geistige Fitness von unglaublicher Wichtigkeit.
Jedoch ist nicht jeder Schlaf für unser Gedächtnis von gleicher Bedeutung.
So zieht ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus ein breites Spektrum krankhafter Erscheinungen nach sich. So zum Beispiel eine verminderte Behaltensfähigkeit oder ein schlechtes geistiges Reaktionsvermögen.
Wenn Sie tagsüber Stress hatten oder Ihre Nachtruhe durch Lärm gestört wird, hat das ebenfalls negative Auswirkungen da solche Gegebenheiten unseren Körper dazu veranlassen, während des Schlafes vermehrt das Stresshormon Cortisol freizusetzen. Und dieses Stresshormon behindert die Gedächtnissysteme.
Was ist außerdem für eine Verminderung des lernaktiven Schlafs zuständig?
- Alkohol
- Kaffee
- schwarzer Tee
- Medikamente
Besonders Schlafmittel sind schlecht für die Behaltensfähigkeit.
Abhängig von der Wirkdauer des jeweiligen Medikaments kann es auch noch am Folgetag zu einer Beeinträchtigung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit kommen. Außerdem behindern Schlafmittel das Gehirn bei seiner Speicherarbeit.
Laut Dr. Hartmut Fahnenstich verändern alle heute existierende Schlafmittel in unterschiedlicher Weise das Schlafmuster: Je nach Medikament nimmt der Anteil des besonders erholsamen Tiefschlafes, aber auch des REM-Schlafs ab. Antidepressiva sorgen dafür, dass der Traum-Schlaf fast vollkommen verschwindet.
Für das Verschieben und Sortieren der Informationen im Gehirn sind die abwechselnden Schlafphasen unentbehrlich. Aus diesem Grund kann ein künstlich herbeigeführter Schlaf für unsere geistige Fitness daher niemals so gut sein wie der natürliche Schlaf.
Patienten mit Ein- und Durchschlafproblemen kann zwar kurzfristig mit synthetischen Mitteln geholfen werden. Das kann und sollte aber immer nur eine kurzfristige Lösung sein. So sollte man immer auch versuchen, die Ursachen der Schlafstörung durch andere Therapietechniken anzugehen.
Wenn Sie aufgrund von Prüfungssituationen unter Stress und damit verbundenen Schlafstörungen leiden ist es sinnvoll, von Anfang an auf natürliche Einschlafhilfen zu setzen. Das können verschiedenen Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung, Meditation, Yoga...) oder auch Sport sein. So hindert kein Betäubungsmitteleffekt Ihr Gehirn daran, das Erlernte im Schlaf abzuspeichern.



