Über die Informationsvermittlung im Gehirn und die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung.
Die Kommunikation im Gehirn erfolgt über ein eigenes „Übermittlungssystem".
Innerhalb eines Neurons werden die Signale hauptsächlich elektrisch, sozusagen per Draht, übermittelt. Elektrische Impulse werden jedoch nicht endlos über Nerven fortgeleitet, da auch jeder Nerv einen Anfang und ein Ende hat.
Da Neuronen einander nicht berühren, müssen die Signale einen Zwischenraum überbrücken. Dies ist der synaptische Spalt. Die Natur hat dafür ein chemisches „Beförderungssystem" entwickelt. Neurotransmitter nehmen die ankommenden Nervenimpulse "huckepack" und tragen diese über den synaptischen Spalt hinweg, um sie dem nachfolgenden Nervenstrang zu übergeben. Auf diese Weise wird eine Synapse nach der anderen überbrückt. Neurotransmitter sind biochemische Substanzen. Ihr Körper bildet diese „Postboten" des Gehirns aus den Nährstoffen, die Sie aufnehmen. Bisher sind über 60 Neurotransmitter bekannt. Betrachten wir zwei davon, die für das Denken besonders wichtig sind, etwas näher.
Dopamin:
Dieser Neurotransmitter spielt eine wichtige Rolle bei der Beherrschung von Bewegungsabläufen. Er ist zudem entscheidend für Motivation, Aufmerksamkeit, Neugierde und Konzentration. Sobald Dopamin freigesetzt wird, fühlen wir uns gut und motiviert. Unter dem Einfluss von Alkohol, Nikotin oder anderen Drogen wird sehr viel Dopamin freigesetzt. Wir fühlen uns daher extrem gut, weshalb diese Stoffe auch süchtig machen können. Nach einer kurzen Zeit verkehrt sich dieser Prozess jedoch in sein Gegenteil und wir fühlen uns niedergeschlagener als ohne diese Stoffe.
Serotonin:
Dieser Botenstoff trägt zur Bildung Ihrer Stimmung, Ihrer Energie, Ihres Gedächtnisses und Ihrer Lebenseinstellung bei. Menschen mit niedrigem Serotoninspiegel sind anfälliger für Depressionen, impulsive Handlungen, Alkoholismus, Suizid, Aggression und Gewalt. Antidepressiva entfalten Ihre Wirkung, indem sie den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen.
Frauen bilden in ihrem Gehirn im Durchschnitt nur halb soviel Serotonin wie Männer. Möglicherweise ein Grund dafür, dass Frauen anfälliger für Depressionen sind. Zudem wird der Serotoninkreislauf im Alter schwächer, wodurch die Neigung zu Depressionen steigt. Serotonin verbessert aber auch Ihr Gedächtnis und schützt Ihre Gehirnzellen vor einem Prozess, den man Exzitotoxizität nennt und der zum Zelltod führt. Ein hoher Serotoningehalt unterstützt Sie dabei, Gehirnschäden durch das Altern zu vermeiden. Beide Neurotransmitter sind für die Informationsübertragung über den synaptischen Spalt zuständig.
Bei einem Mangel an diesen Botenstoffen kommt es daher zum Informationsstau. Die Reize werden nur schleppend übertragen. Die Denkleistung verschlechtert sich. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Ernährung zu empfehlen. Lesen Sie dazu unseren Artikel "Brain Food"



