Das Aufbereiten von Informationen in einer Mind Map (Visual Card) führt zu einer erheblich verbesserten Gedächtnisleistung.
Das Aufbereiten von Informationen in einer Mind Map (Visual Card) führt zu einer erheblich verbesserten Gedächtnisleistung. Ein Grund dafür ist, dass die Informationen viel tiefer bearbeitet wurden. Denn einfach das Wichtigste aus einem Text herauszuschreiben stellt keine Herausforderung dar; dafür ist kaum Denkarbeit erforderlich. In einer Mind Map (Visual Card) müssen Sie diese Informationen jedoch zweidimensional darstellen. Sie müssen die Strukturen herausarbeiten und nicht nur der Reihe nach einzelne Wörter aufschreiben. Dafür ist eine gewisse Denkleistung erforderlich.
Aber nur diese Denkleistung führt dazu, dass Sie einen Nutzen aus Ihrer Lernzeit ziehen. Dank dieser Verarbeitungstiefe werden Sie sich später auch an die Inhalte erinnern. Darüber hinaus fördert die Arbeit mit Schlüsselwörtern das Behalten der Informationen.
Wie gut Sie sich an den Inhalt eines Buches oder eines Vortrags erinnern können, hängt zum Großteil von der Fähigkeit ab, wie gut Sie den Inhalt auf möglichst wenige Schlüsselwörter reduzieren können. Die rechte Gehirnhälfte kann mit linearen Sätzen nichts anfangen. Auch unser Gehirn an sich speichert keine ganzen Sätze ab. Deshalb sind lineare Notizen, in denen man sich ganze Sätze aus einem Text herausschreibt, ungeeignet. Es geht vielmehr darum, den Inhalt eines Abschnitts auf möglichst wenige Schlüsselwörter zusammenzufassen.
Unter Umständen reicht für einen Abschnitt ein Schlüsselwort aus. Dieses Schlüsselwort kann das Gehirn nun in das eigene Wissensnetz einbinden. Wird dieses Schlüsselwort später wieder in Gedanken aktiviert, bringt es den gesamten Inhalt des Abschnitts zurück. Diese weiteren Informationen hängen als Assoziationen an dem Schlüsselwort.
Wenden Sie die in unseren Büchern und Seminaren vorgestellten Lernmethoden an und Sie werden in Zukunft ein Buch oder einen linearen Text nie zweimal lesen müssen. Außer Sie lesen einen Text erneut, um ein noch viel tieferes Verständnis zu erlangen.
Mit der weiterentwickelten 3-2-1 Übung werden Sie dieses tiefe Verständnis aber schon beim ersten Lesen haben. Da Sie in Zukunft Bücher und Texte nur noch ein Mal lesen müssen, werden Sie viel Zeit einsparen und auch organisatorisch Ihren Umgang mit Informationen vereinfachen.
Statt Haufen von Zeitschriften, Texten und Büchern haben Sie Mind Maps (Visual Cards) mit Schlüsselwörtern auf dem Schreibtisch. Dazu ist es erforderlich, dass Sie aus dem linearen Text ganz bewusst Schlüsselwörter bilden und auf diese Weise den Text verdichten. Da das Gehirn beim Abspeichern mit ganzen Sätzen wenig anfangen kann, müsste es sich die Schlüsselwörter ansonsten selbst heraussuchen. Das wird nicht immer gelingen, und wir werden uns an die Informationen nicht mehr erinnern. Effektiver lernen Sie, wenn Sie die Schlüsselwörter bewusst festlegen. Dabei gilt auch hier der Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Genaueres hierzu und wie Sie Ihre Fähigkeit entwickeln, die richtigen Schlüsselwörter zu finden, erfahren Sie unter „Regeln der Mind Maps (Visual Cards)" im Buch „Garantiert erfolgreich lernen".
Aktivieren Sie anschließend das Schlüsselwort, wird es Ihnen den gesamten Inhalt des linearen Textes wieder ins Bewusstsein zurückbringen. Wie bereits erwähnt, hängen diese Informationen assoziativ an dem Schlüsselwort. Ganz entscheidend ist dabei jedoch das richtige Wiederholungssystem.
Erstellen Sie aus einem Text eine Mind Map (Visual Card) und lassen diese einige Monate liegen, werden Ihnen die Schlüsselwörter nicht mehr den gesamten linearen Inhalt zurückbringen. Sie müssen diese daher in einem bestimmten Rhythmus kurz aktivieren. Dafür benötigen Sie nur wenig Zeit, die Sie vielfach zurückerhalten.
Mit der von Christian Grüning entwickelten Wiederholungstechnik werden Sie damit kein Problem haben. Ihr Gehirn wird es leicht haben, die wichtigen Schlüsselwörter assoziativ miteinander zu verbinden - ein ganz wichtiger Schritt für das Abspeichern. In einer Mind Map (Visual Card) stehen die wesentlichen Gedanken nah beieinander und werden nicht wie bei linearen Notizen durch störende Füllwörter unnötig voneinander getrennt. Das Herstellen von Verbindungen und damit der assoziative Prozess werden dadurch gefördert. Aber noch aus anderen Gründen wird man seine Gedächtnisleistung durch die Arbeit mit Mind Maps (Visual Cards) steigern. Jede Mind Map (Visual Card) ist einzigartig. Vor allem von Hand angelegte Mind Maps (Visual Cards) gleichen einem Bild. Durch diese Visualisierung wird dem Gehirn das Abspeichern erleichtert.



