Stress ist nicht nur etwas, das gegen uns arbeitet, sondern auch für uns. Aber nur, wenn sich unser Stresspegel in einem harmonischen Verhältnis befindet. Lesen Sie hier, warum Stress für das erfolgreiche Lernen sogar wichtig sein kann und was Sie tun können, um stressresistenter zu werden und einen Blackout in einer Prüfungssituation verhindern können.
Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns hängt vom Grad der Spannung ab, in der sich Körper und Geist befinden.
Sicher haben auch Sie bereits die Erfahrung gemacht, dass Sie sich bestens auf eine Prüfung vorbereitet und den gesamten Lernstoff parat haben. Doch vor lauter Anspannung und Aufregung sind Sie plötzlich wie blockiert und nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Gerne bezeichnen wir das auch als einen Blackout.
Aber nicht nur zu viel Stress (Spannung) ist schädlich für Ihre Leistung, auch zu wenig Stress schadet dieser.
Die Kunst besteht also darin, den Prüfungsstress auf einem optimalen, ausgeglichenen Niveau zu halten. Denn nur wenn wir uns mit unserem „Stresslevel" in einem ausgewogenen Verhältnis befinden, entstehen keine stressbedingten Probleme. So sind unsere Leistungen bei einem mittleren Spannungsgrad am effektivsten. Je entspannter wird sind, desto leichtern und mehr lernen wir. Das gleiche gilt für die Erinnerung. Abgesehen von einer besseren Leistung im entspannten Zustand, fühlen wir uns auch deutlich wohler, als in völliger Anspannung.
Eine wesentliche Rolle für effektives Lernen spielen auch die Hirnströme. In unserem normalen Tagesbewusstsein haben wir eine Hirnstromfrequenz von 14 - 20 Hertz. Der Beta-Wellenbereich steht für normales Wachsein und aktives Denken - aber auch für Hektik und Stress. Wir brauchen den Beta-Bereich, um Höchstleistungen zu vollbringen. Dieser Bereich stimuliert die Angriffs- und Fluchtreaktion. Wenn unsere Hirnfrequenz auf über 21 Hertz ansteigt, entstehen stressbedingte Blockaden - wie zu Beginn des Artikels mit „Blackout" bezeichnet. In einem solchen Zustand wird der Zugriff zum Gelernten schwieriger, unsere „Steuerungsprogramme" laufen nicht mehr optimal ab und Lernen ist in diesem Zustand fast unmöglich.
Nun liegt es an Ihnen etwas gegen diesen Stresszustand, in dem sich Ihr Körper befindet, zu tun. Am besten schnell und effektiv - vor allem in Prüfungssituationen.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, regelmäßig Entspannungsübungen zu machen und zu trainieren. Denn Entspannungsübungen programmieren unser Gehirn auf Entspannung und haben eine große Wirkung auf das Gleichgewicht von Körper und Geist, dauerhaft und nachhaltig. Wenn Sie regelmäßig Entspannungsübungen einsetzen (z.B. Atembeobachtung, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation), wird es Ihnen immer leichter gelingen auch kurzfristig zu entspannen. Beginnen wir auf dem Niveau des normalen Tagesbewusstseins (14 - 20 Hz) mit Entspannungsübungen, sinkt die Hirnstromfrequenz. Wir kommen in den sogenannten Alpha-Zustand. Der Alpha-Zustand ist der Zustand, in dem wir am besten lern- und aufnahmefähig sind.




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