

Wissensmanagement mit Mind Mapping & Co
Die Schwierigkeiten des Studiums zeigen
sich besonders in der Prüfungsvorbereitung. Der potentielle Lernstoff
erscheint mit allen Detailinformationen nahezu unüberschaubar. Es ist
oft schwer, einen Überblick über die einzelnen Gebiete zu gewinnen,
neues Wissen an der richtigen Stelle einzuordnen und Wesentliches von Unwesentlichem
zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass die Stofffülle oft sehr abstrakt
und daher lerntechnisch wenig "gehirn-gerecht"
dargeboten wird. Die Zeit scheint vorne und hinten zu fehlen,
so dass man lieber darauf verzichtet, sich eigene Notizen zu
machen und das Gelernte übersichtlich zusammenzufassen.
Man hat ständig das Gefühl, gegen das Vergessen anzukämpfen.
Sobald man etwas Neues lernt, scheint das Alte schon wieder
zu verschwinden. Überdies ist es ein Problem, sich jeden
Tag aufs Neue motiviert und konzentriert an seinen Schreibtisch
zu setzen. Nur allzu oft stellen sich Lernstress und Prüfungsängste als unüberwindbare Blockaden dar.
Gefragt sind nun Techniken, die diesen Problemen wirksam begegnen. Leider werden die folgend vorgestellten Methoden in Schule und Studium kaum angesprochen, geschweige denn eingeübt. Zwar gibt es eine ganze Reihe von mehr oder weniger guten Büchern, jedoch können auch diese nur einen Überblick über die Methodik bieten und an die Themen heranführen. Erlernt werden die folgenden Techniken durch die praktische Anwendung unter fachlicher Aufsicht und durch ständiges Feedback.
Mind Mapping ist kurz gesagt eine neue Methode, sich auf effektive Weise Notizen zu machen. Verständnis für den Lernstoff ist unabdingbare Voraussetzung, um ihn dauerhaft abzuspeichern und im Examen auch wieder präsent zu haben. Das Gedächtnis braucht dafür Struktur. Auf keine andere Weise können die Lerninhalte so übersichtlich dargestellt werden, wie in einer Mind Map. Die Maps dienen aber auch als Lernkontrolle. Da sie nur Schlüsselwörter enthalten, kann man nach dem Lernen testen, ob man sich anhand dieser alle Informationen und Details in Erinnerung rufen kann.
Mind Mapping
Die Basis für ein effizientes Wissensmanagement in der Examensvorbereitung stellt das Mind Mapping dar. Diese Technik wurde von Tony Buzan bereits Anfang der 70er Jahre verfeinert. Mind Maps sind die effektivste Methode, sich Notizen zu machen. Dabei steht das Thema in der Mitte des Blattes und von dort aus verzweigen sich alle Gedanken.
In einem ersten Schritt können in einer "Haupt-Mind Map" alle Bereiche für Ihre Prüfung dargestellt werden. Dadurch verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über den Lerntoff und legen in Ihrem Wissensnetz ein Grobraster an. In der Folge kann das Gedächtnis über die "Detail-Mind Maps" nun neues Wissen so einordnen, dass Sie es später wieder abrufen können. Sie wissen jederzeit wo Sie sich befinden
Das Gedächtnis braucht zum Lernen Struktur. Auf keine andere Weise können die Lerninhalte so übersichtlich dargestellt werden, wie in einer Mind Map. Die relative Bedeutung der Informationen wird sofort deutlich, je nachdem, ob sie sich auf einem Hauptast oder einem Unterzweig befindet. Über Verknüpfungen zwischen den einzelnen Ästen können die entscheidenden Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bereichen anschaulich dargestellt werden. Lineare Schemata verführen dazu, jeden einzelnen Punkt schematisch abzuhandeln. Eine Mind Map ist dynamisch. Es fällt sehr leicht einzelne Äste in Gedanken auszublenden bzw. zu vergrößern oder zu verkleinern.
Vor allem ist eine Mind Map nach allen Seiten offen. Wird später neues Wissen zu einem bereits behandelten Thema aufgenommen, lässt sich dieses problemlos einfügen. So kann man seine "Wissens-Mind Maps" immer auf einem aktuellen Stand halten.
Das Mind Mapping ist eine Fähigkeit, die durch praktische Übung erlernt werden kann. In unseren Seminaren erhalten Sie die Möglichkeit hierzu.
Ihr Gedächtnis
Ihr Gehirn speichert Bilder 100-mal schneller als Worte. Bereits in der Antike war dies den großen Rednern bekannt. In ihrem Geist errichteten sie umfangreiche Gedankenpaläste, in die sie bildhaft unvorstellbar große Mengen an Informationen ablegten.
Um die Lerninhalte wieder "rekonstruieren" zu können, kommt es entscheidend auf die "Konstruktion" beim Lernen an. Es geht folglich darum, sich für die einzelnen Gebiete geeignete Merkmuster (ähnlich wie die Gedankenpaläste) anzulegen. An diese nun vorhandenen Wissensfäden wird das neu aufgenommene Wissen angeknüpft.
Das Mind Mapping unterstützt diesen Prozess, da es in optimaler Weise beide Gehirnhälften beim Lernen einbezieht und durch die Visualisierung bleiben die Informationen viel leichter im Gedächtnis. Selbst unangenehme "Lernarbeit" -wie das Erlernen von Definitionen und Schemata- wird durch die bildhaften Assoziationen sogar Spaß bereiten.
Aber auch das Gedächtnistraining ist eine Kunst, die in der praktischen Anwendung eingeübt werden will. Nebenbei wird Ihre Konzentration geschärft und Ihre Kreativität erheblich gesteigert. Für eine Verbesserung von Konzentration und Kreativität gibt es keine bessere Übung als das Gedächtnistraining.
Wichtig ist auch, die lernbiologischen Grundlagen zu beachten. Denn gegen diese anzulernen, ist schwer wenn nicht gar unmöglich. Ein sehr wichtiger Punkt ist ein effektiver Wiederholungsrhythmus. So sind z.B. ohne Wiederholungen nach 24 Stunden bereits 80% der Informationen wieder vergessen und müssen mit erheblichem Zeitaufwand neu gelernt werden. Durch effektive Wiederholungseinheiten -die durch gehirn-gerechtes Lernen reduziert werden können - haben Sie in Zukunft Ihr examensrelevantes Wissen immer parat und Sie können sich voll und ganz auf die Feinheiten der Fälle konzentrieren. Mit dem richtigen Wissensmanagement werden Sie Ihr Wissen bis zum Examen beständig ausbauen und immer mehr erweitern. Der ständige Kampf gegen das Vergessen ist Vergangenheit. Hier kommt ein weiterer Vorteil des Mind Mapping zum Zuge. Denn das Erstellen der Notizen und das Wiederholen nimmt im Gegensatz zu herkömmlichen linearen Notizen viel weniger Zeit in Anspruch.
Speed-Reading
Bei einer normalen Lesegeschwindigkeit von ca. 200 Wörtern pro Minute ist das Gehirn unterfordert. Dies ist auch der Grund warum die Gedanken des Öfteren abschweifen. Wenn wir einen Satz lesen, lesen wir ihn nicht auf die individuelle Bedeutung jedes einzelnen Wortes, sondern auf die Bedeutung der Gesamtaussage hin, in die die Wörter integriert sind. Der langsame Leser hat mehr geistige Arbeit zu leisten als der schnellere, flüssigere Leser, weil er die Bedeutung jedes Wortes zur Bedeutung jedes folgenden Wortes addieren muss. Der rationelle Leser, der Bedeutungseinheiten absorbiert, braucht weniger Additionen. Mit der Erhöhung des Lesetempos steigt somit entgegen der verbreiteten Meinung auch das Verständnis des Gelesenen. Ganz abgesehen von dem erheblichen Zeitgewinn.
Lernen Sie in unserem Kurs, Ihre Lesegeschwindigkeit mit Hilfe der effektivsten Schnell-Lese-Methoden zu steigern.
Zeitmanagement
Untersuchungen belegen, dass die meisten Menschen ohne Zeitplanung nur 30 - 40 % ihres Leistungspotentials nutzen, während die meiste Energie und Zeit verpuffen, weil sie keine klaren Ziele haben, nicht planen und keine Prioritäten setzen.
Außerdem gibt es kaum etwas, das soviel Motivationskraft erzeugt wie klare Ziele und ohne diese werden Sie den Weg zum Schreibtisch nur schwer finden und Ihre Lernbemühungen wenig effizient sein. Mit der Kenntnis der wichtigsten Motivationsfaktoren werden Sie es schaffen Ihre volle Aufmerksamkeit auf das Lernen zu richten. Wir vermitteln Ihnen diese und eine praxisbezogene Anleitung für Ihre Zeitplanung.